Allgemeines

Die Grundschule umfasst die Jahrgangsstufen 1 bis 4 und ist die gemeinsame Schule für die Sechs- bis Zehnjährigen. Nach der Grundschule können gemäß den Übertrittsregelungen die Mittelschule, die Realschule oder das Gymnasium besucht werden.

 

Die Grundschule vermittelt nicht nur Grundfertigkeiten im Rechnen, Lesen und Schreiben. Die Kinder erlernen dort auch soziale Verhaltensweisen, erwerben musische und praktische Fähigkeiten, entwickeln ihre Interessen weiter und bauen Werthaltungen auf. Der LehrplanPLUS Grundschule spricht in diesem Zusammenhang von Grundlegender Bildung. Die Kinder erwerben Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen, um sich die Welt zu erschließen, sich in ihr zurechtzufinden und sie auch mitzugestalten.

 

Schulisches Lernen knüpft dabei an die Erfahrungs- und Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler an. Durch gezielte Auswahl der Unterrichtsmethoden werden die Eigenaktivität und Selbstständigkeit des Kindes gefördert.

 

Die Grundschule verstärkt die Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dies geschieht durch Anerkennung der individuellen Lernfortschritte, durch Ermutigung und Unterstützung bei schwierigen Aufgabenstellungen und durch eine Atmosphäre der Wertschätzung in der Klasse, die unabhängig von der Leistung ist.

Zusammenarbeit Kindergarten und Grundschule

Eine enge Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule ist erforderlich, um den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule insbesondere für das Kind, aber auch für seine Eltern, optimal zu gestalten.

 

Wir stehen daher in regelmäßigem Kontakt mit den Kindergärten der Gemeinde Gräfelfing, sei es im Austausch zwischen den Erzieher*innen und Lehrer*innen, als auch bei Besuchen der Kindergartenkinder in der Schule und umgekehrt. So »schnuppern« alljährlich die Vorschulkinder in unseren ersten Klassen, um schon einmal das Schulhaus, die Klassenzimmer und einige Lehrkräfte kennenzulernen und zu erfahren, was Schule und Unterricht bedeuten.

 

Sprengelprinzip

 

Der Besuch der Grundschule ist verpflichtend. Die Schulpflicht ist grundsätzlich an der örtlichen Grundschule (Sprengelschule) zu erfüllen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Gastschulverhältnis an einer anderen Grundschule genehmigt werden. Die Schulpflicht kann auch an einer – genehmigten oder staatlich anerkannten – Privatschule erfüllt werden.

 

Unterricht in der Grundschule

 

Methoden

Der Unterricht der Grundschule enthält – insbesondere in den Anfangsklassen – viele spielorientierte Elemente. Lernen findet in wechselnden Organisationsformen statt: im Klassenunterricht, in einer Gruppe, in Partner- oder Einzelarbeit. Ideal ist ein ausgewogenes Verhältnis von lehrergesteuerten Unterrichtseinheiten und von so genannten offenen Unterrichtsphasen, die von den Schülerinnen und Schülern selbst bestimmt werden. Dabei sieht sich die Grundschule dem Leistungsgedanken verpflichtet. Kinder wollen lernen, etwas leisten und mit ihrem Können wachsen. Die Lehrkraft beobachtet sorgfältig den Lernfortschritt und Leistungsstand ihrer Schülerinnen und Schüler, um gezielte Lernangebote machen zu können.

 

Klassenlehrkraft

In der Grundschule unterrichtet die Klassenleiterin bzw. der Klassenleiter einen Großteil der Fächer, soweit möglich zumindest den Grundlegenden Unterricht bzw. die Hauptfächer. Dies entspricht dem Bedürfnis der Kinder im Grundschulalter nach einer festen Bezugsperson und ermöglicht ein individuelles Eingehen auf die Lernvoraussetzungen der Kinder. Im Regelfall unterrichtet eine Lehrkraft eine Klasse zwei Schuljahre lang, in der Jahrgangsstufe 3 bekommen die Schülerinnen und Schüler eine neue Klassenleitung.

 

Förderlehrkräfte und Sozialpädagogische Fachkräfte

Unterstützung erhalten die Klassenlehrkräfte durch unsere Förderlehrerin, die bei der Durchführung spezifischer Fördermaßnahmen hilft. Die besondere Herausforderung für Förderlehrkräfte ist es dabei, sich sowohl um leistungsschwächere als auch besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu kümmern.

 

Neben dem Erwerb von Wissen und Können legen wir großen Wert auf soziales Lernen. Kinder sollen zwischenmenschliche Fähigkeiten wie Freundlichkeit, Höflichkeit, Rücksichtnahme auf andere und Teamfähigkeit erlernen. Angemessenes Verhalten im Umgang mit anderen Menschen ist Voraussetzung für ein gelingendes Schulleben, für eine berufliche Ausbildung und eine erfolgreiche Lebensführung.

 

Sozialpädagogische Fachkräfte unterstützen die Lehrkräfte im Bereich des sozialen Lernens. Sie stehen Ihrem Kind neben der Klassenlehrkraft bei Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem führen sie verschiedene Projekte durch und bieten Konfliktlösung an. Damit tragen sie zu einem guten Schulklima bei.

 

Inklusion

Inklusiver Unterricht ist Auftrag aller Schulen. Wir arbeiten hierbei eng mit dem MSD (Mobiler Sonderpädagogischer Dienst) der Förderschule Hachinger Tal zusammen. Förderlehrkräfte und gegebenenfalls zusätzliche Lehrerstunden sowie Schulpsychologen und Beratungslehrkräfte unterstützen die inklusive Unterrichtung.

 

Besondere Aktivitäten an unserer Schule

Känguru-Wettbewerb der Mathematik

 

Schüler und Schülerinnen der dritten und vierten Jahrgangsstufe haben jedes Jahr die Möglichkeit, am Wettbewerb »Känguru der Mathematik«, der international in vielen Ländern durchgeführt wird, teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um einen Multiple-Choice-Wettbewerb mit vielfältigen Aufgaben zum Knobeln, zum Grübeln, zum Rechnen und zum Schätzen, der vor allem Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken soll. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und einen Erinnerungspreis – für die Besten gibt es Bücher, Spiele, Puzzles und T-Shirts.

 

Zusätzliche sportliche Angebote

 

Der reguläre Sportunterricht wird ergänzt durch verschiedene Aktivitäten und Projekte. Während die »Kleinen« Schneetage ausnutzen, um zum Schlittenfahren zu gehen, fahren die Dritt- und Viertklässler auch zum Schlittschuhlaufen ins Eisstadion.


Neben den jährlichen Bundesjugendspielen ist auch der Sport- und Spieletag ein sehr beliebter Termin. An diesem Tag können sich die Kinder an verschiedenen Stationen erproben, wobei hier die Freude an der Bewegung, und nicht der Leistungsgedanke, im Vordergrund steht.
 
Instrumentalunterricht im Rahmen des Ganztagesunterricht
»Jedem Kind sein Instrument« – kurz Gitarre oder Flöte – ist ein musikpädagogisches Programm unserer Grundschule mit der Musikschule Gräfelfing. Ab dem ersten Schuljahr nehmen die Kinder teil und lernen je nach Wunsch ein Instrument kennen.
 
Regelmäßige Termine aus dem Schulleben
Ein besonderes Highlight stellt unser stimmungsvoller Weihnachtsmarkt dar. Hier verkaufen die Schülerinnen und Schüler selbstgemachte Artikel und sorgen mit einem breiten kulinarischen Angebot für das leibliche Wohl. Kleine Aufführungen und Bastelaktionen ergänzen das Programm.
 
Nicht wegzudenken sind inzwischen die in der Vorweihnachtszeit am Freitagmorgen stattfindenden Adventskreise in der Aula, zu der auch die Eltern eingeladen sind. Mit kleinen Darbietungen der verschiedenen Klassen beginnen wir gemeinsam den Tag und stimmen uns langsam auf die »staade Zeit« ein. Dies ist leider wegen Corona derzeit nicht möglich. Trotzdem versuchen wir durch Ansprachen über den Lautsprecher durch unsere Religionslehrer die Kinder auf die "staade Zeit" einzustimmen.
 
Immer wieder beteiligt sich unsere Grundschule auch mit einem »Sozialen Tag«, um anderen zu helfen. So wurden beispielsweise im Rahmen einen Spendenlaufs Gelder gesammelt.
 
Ebenfalls jährlich findet das Sommerfest der Klassen unter einem verschiedenen Motto statt.